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Karrieretipps aus erster Hand: Im Gespräch mit Uniport Wien

Wir hatten vergangene Woche die Möglichkeit, das nette Team von UNIPORT, dem Karriereservice der Universität Wien, zu treffen. Um ein paar Tipps und Impulse zum Thema Bewerbung zu geben, haben wir für euch mit Mag. Sandra Schneider, Marketing & Recruiting Manager bei UNIPORT und Mag. Sarah Kohlmaier, Gruppenleiterin Karriereberatung & Karriereberaterin, gesprochen.

1. Liebes UNIPORT-Team, ihr seid das Karriereservice der Universität Wien, erzählt uns doch kurz, an wen sich euer Angebot richtet und was ihr macht.

Wir setzen Impulse an der Schnittstelle zwischen Universität und Berufswelt. UNIPORT unterstützt Studierende und AbsolventInnen erfolgreich bei der Vermittlung von Jobs und Praktika und bietet für Unternehmen professionelle Services in den Bereichen Personalrecruiting, Personalmarketing und Bewerbungscoaching. Ziel ist es, Mehrwerte für beide Seiten zu schaffen, auf individuelle Bedürfnisse zu achten und geeignete Persönlichkeiten mit Jobausschreibungen und Projekten passgenau zusammenzubringen.

Gleichzeitig finden AkademikerInnen bis zu 10 Jahren Berufserfahrung im Zuge von individuellen Beratungsgesprächen professionelle Begleitung für ihren Bewerbungsprozess.

2. Was unterscheidet ein gelungenes Motivationsschreiben von einem nicht gelungenen?

Ein gelungenes Motivationsschreiben geht auf drei gundlegende Fragestellungen ein:
Was genau interessiert mich an der Institution/ dem Unternehmen?  (Tipp: Diese Frage wird von Vielen vernachlässigt. Wenn man auf das Thema eingeht, hebt man sich in jedem Fall von einem Großteil der MitbewerberInnen ab.)

Welche Geschäftsinhalte/Produkte/Dienstleistungen/Werte/Zielgruppen finden sich in meinem beruflichen Interessensfeld wieder?
Welches Ziel verfolge ich beruflich und wobei gibt es daher zwischen der Unternehmensphilosophie/Geschäftsidee und mir daher Überschneidungen?

Was interessiert mich an der Position selbst?
Warum ist diese Stelle gerade der nächste richtige Schritt in meinem Berufsweg?
Was interessiert mich am Aufgabenprofil/ worin liegen meine besonderen beruflichen Interessen?

Was mach mich zum/zur geeigneten Kandidatin/en?
Welche der Anforderungen erfülle ich warum?
Welche Stärken und Qualifikationen bringe ich mit => Beispiele dafür nennen
Was über das Stellenprofil hinausgehend bringe ich für die Position mit?

Wichtig bei allen Punkten ist es, konkrete Beispiele aus der eigenen Biographie zu nennen, damit das Schreiben authentisch und wahrhaftig bleibt.

3. Welche Tipps gebt ihr den AbsolventInnen, die euch aufsuchen, für einen überzeugenden Lebenslauf?

Das kommt auf den Inhalt und die Passung auf eine Stelle an. Überzeugen kann mich ein CV in

Professioneller Gestaltung (stimmiges Layout, professionelles Foto)
Sinnvoller Struktur (auch positionsbezogen, damit das Matching zwischen  BewerberIn und Stelle ersichtlich wird)
Detailliertem Einblick in bisherige Erfahrungen (Angaben von Tätigkeitsfeldern und Aufgabengebieten bei vergangenen Positionen sind wichtig, ebenso thematische Schwerpunktsetzungen bei Angabe der Studien, etc.)
Beeindruckende Biographie (dieser Punkt ist sicher subjektiv und positionsbezogen zu sehen!)

4. Welche Rolle spielt dabei eurer Meinung nach ein gelungenes Bewerbungsfoto?

Gerade im deutschsprachigen Raum ist ein Bewerbungsfoto noch immer im Lebenslauf zu integrieren. Wichtig ist, dass das Foto nicht älter als 12 Monate alt ist und man soll den/die KandidatIn auf jeden Fall wiedererkennen. Auf keinen Fall sollte man ein Foto einscannen. Ein professionelles Bewerbungsfoto ist unabdingbar. Denn der Lebenslauf stellt ja sozusagen die „Visitenkarte“ des Bewerbers/der Bewerberin dar.

5. Was empfehlt ihr in Sachen Bekleidung? Kunden fragen uns regelmäßig, ob es heute nicht ausreicht, sich nur in Hemd bzw. Bluse fotografieren zu lassen.

Generell sollte das Outfit angemessen sein für den künftigen Job bzw. zur jeweiligen Branche passend. Es gibt Branchen, in denen Sakko, Krawatte und Hemd ein Must sind – in anderen Bereichen wirken sie vielleicht unpassend. Man sollte sich daher vorab über den jeweiligen Dresscode informieren. Eine Pauschalisierung sollte hier nicht gemacht werden, da es salopp formuliert „die Branche“ im Speziellen nicht wirklich gibt. Online gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten sich über den künftigen Arbeitgeber zu informieren. Tipp: Immer authentisch bleiben! Das teuerste Kostüm oder der schickste Anzug wird die Wirkung verfehlen, wenn man sich darin nicht wohl fühlt.

Wenn man sich darüber hinaus bestmöglich für das Interview vorbereiten möchte, empfehlen wir unser Beratungsservice. Alle weiteren Informationen hier: https://www.uniport.at/beratung

6. Und zu guter Letzt: Was gefällt euch an unseren Bewerbungsfotos?

Eure Fotos sind elegant gestaltet und die Darstellung der BewerberInnen entspricht dem Stil vieler unterschiedlicher Branchen. Professionell und Charmant.